Veet zieht nach Sexismus-Vorwürfen den Schwanz ein

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Wenn dem Internet etwas nicht gefällt, dann schreit es auf. Im Ergebnis ist dann von einem Shitstorm die Rede. Besonders gern regt sich das Netz über Unternehmen auf, die mit (angeblich) zweifelhaften Marketing-Aktionen für Furore sorgen, und bombardiert es mit bösen Tweets und Facebook-Kommentaren. So erging es kürzlich Veet, dem Hersteller von Enthaarungsprodukten. Der hatte eine Reihe von Spots geschaltet, die implizieren, dass Frauen, die ihre Beine und Achselhöhlen nicht rasieren, so unattraktiv sind wie bärtige Männer. Das wollte das schöne Geschlecht natürlich nicht auf sich sitzen lassen.

„Don’t risk dudeness“ – in etwa: „Werd’ bloß nicht wie ein Mann!“ – war der Claim der Kampagne. Hunderte Frauen protestierten gegen die Spots und warfen dem Unternehmen vor, ihnen ein schlechtes Gewissen wegen unrasierter Beine einreden zu wollen. Unter dem Druck der Öffentlichkeit knickte Veet ein und ließ die Spots vom YouTube-Kanal des Unternehmens verschwinden. Außerdem veröffentlichte es ein Statement auf seiner Facebook-Seite. Darin fehlt jedoch eine Entschuldigung. Da hätte man sich wohl ein Beispiel an Honey Maid nehmen sollen. Der US-amerikanische Cerealien-Hersteller geriet kürzlich unter Beschuss, weil er homosexuelle Paare in einem Werbespot als Familien bezeichnete. Dem konservativen Gegenwind stellte sich das Unternehmen sehr kreativ mit einem zweiten Clip entgegen.

https://www.youtube.com/watch?v=UxCHLXQffsg https://www.youtube.com/watch?v=D5YkZsigq2s https://www.youtube.com/watch?v=K5vO6MZn4WI

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