VIDEO: Du Darfst – Fuck the Diet

Ganz offenbar scheint der neue Werbespot von Du darfst großes Aufsehen zu erregen. Bei Facebook ereifern sich Leute und scheinen völlig aus der Fassung zu sein. Da muss ich mich ganz ehrlich fragen, haben die den gleichen Spot gesehen wie ich gerade? Ja, es kommt das Wort „Fuck“ drin vor. So what? Als würden wir das nicht ständig irgendwo hören oder selber sagen.

Du darfst geben folgendes Statement dazu ab: „Wir wissen, dass die Gedanken bei vielen Frauen häufig um Kalorien und Gewicht kreisen – richtig glücklich macht das nicht! Das kennt ihr doch sicherlich auch? Und deshalb möchte Du darfst sich gegen den Diätenwahn stark machen.

Dafür haben wir bewusst diese etwas drastischere Wortwahl gewählt, um eine Diskussion rund um das Thema Diäten anzustoßen. Wir verstehen „Fuck the Diet“ als emotionalen Ausdruck einer Einstellung, von der wir glauben, dass sie von einer Menge Frauen insgeheim herbeigewünscht wird. Natürlich haben wir im Vorfeld mit ganz vielen Frauen jeden Alters über das Thema gesprochen und ihnen auch unseren Werbespot gezeigt – und viel Zustimmung erhalten. Das hat uns darin bestärkt, diesen mutigen Weg zu gehen und auch Kritik einzustecken.“

Ich finde es schade, dass man zu solch plumpen Mitteln greifen muss, um einen vollkommen langweiligen Werbespot auffallen zu lassen, und sich dann noch als „mutig“ bezeichnet. Anstatt sich mal was Neues oder Witziges einfallen zu lassen. Was meint ihr?

Du Darfst – Fuck the Diet

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7 Kommentare

  1. Wo die Recht haben, haben die Recht!

    …und das alles nur wegen zu stark gephotoshopter Model-Plakate.

    Ich denke man kann das garnicht zu oft laut schreien!

    MfG Bastian

  2. Hallo,
    habe diese Email gerade an Unilever geschickt.
    Sicher gibt es etliche, die mir nicht zustimmen. Aber ich weiß auch, das viele meiner Meinung teilen.
    „F…“ soll das sein, was Frauen denken? Ich denke nicht in solchen Worten – nicht in Englisch, was ich hauptsächlich spreche, und auch nicht in Deutsch.
    Wie tief kann Werbung sinken?

    Betrifft: Schlechter Geschmack – Ihre Werbekampagne
    http://www.du-darfst.de/FuckTheDiet

    Guten Tag,
    wie schlecht muss es „Du darfst“ bzw. Unilever gehen, wenn Sie sich jetzt mit schlechten Geschmack, d.h. schlechter Sprache, an vorwiegend junge Menschen wenden.

    Mit dem Slogan „Fuck the diet“ sind Sie sehr tief gesunken. Oder denken Sie, dass die Verwendung der Englishen Sprache, die sowieso leider immer noch ein Großteil der Deutschen Bevölkerung nicht kann, Ihre Entscheidung besser macht.

    Stellen Sie sich vor, wenn Sie Deutsch verwendet hätten. „Ficke die Diät“-klingt das nicht super?

    Gleich auf der ersten Internet-Seite von Unilever Deutschland steht „Wir helfen den Menschen, sich gut zu fühlen, gut auszusehen und mehr vom Leben zu haben.“ Gehört nicht auch eine gute Sprache dazu, Erfolg zu haben?

    Der neue Slogan „F…“ ist unseriös, wider des guten Geschmacks und in einer gewissen Weise auch jugengefährdend.

    Auszug aus Unilever Vision und Grundsätze

    > „Unilever-Produkte berühren das Leben von mehr als 2 Milliarden Menschen jeden Tag …Wir inspirieren Menschen jeden Tag zu kleinen Taten, die zusammen eine große Wirkung auf die Welt haben können.“ Eine Welt mit Menschen, die alle paar Minuten alles mit „F…“ kommentieren?

    > „Wir haben immer an die Stärke unserer Marken geglaubt, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und die richtigen Dinge zu tun. Weil unser Geschäft wächst, nimmt auch unsere Verantwortung zu.“

    Meint Unilever, dass die Benutzung des F-Worts bedeutet, die Menschen zu animieren das Richtige zu tun?

    > „Unsere Unternehmensgrundsätze legen fest, dass für den Erfolg „die höchsten Standards des unternehmerischen Verhaltens gegenüber jedem verlangt sind, mit dem wir zusammenarbeiten, gegenüber der Gesellschaft und gegenüber der Umwelt, auf die wir Einfluss haben.“ “

    Denken Sie, dass wir alle nun, um zum Beispiel konstruktive Kritik anzubringen, unsere Schreiben an Sie mit „F…“ beginnen sollten?

    > „Positiver Einfluss – Unser Ziel ist, auf vielfältige Weise positiv Einfluss zu nehmen: durch unsere Marken, unsere geschäftlichen Aktivitäten und Beziehungen, durch freiwillige Beiträge und durch die verschiedenen anderen Aktionen, mit denen wir uns in der Gesellschaft engagieren.“

    Haben wir uns jetzt zu bedanken, dass Sie als großes weltweites Unternehmen nun positiven Einfluss darauf nehmen, dass das „F…“ in unserer täglichen Sprache fest integriert wird?

    Und so könnte ich weiter aufzählen, um darzulegen, dass diese Werbekampagne eigentlich nicht zu Ihnen passt und das Vertrauen in Ihre Integrität, der Übereinstimmung Unilevers Wertesystems mit dem Ihres Handeln in der Kampagne zerstört.

    Übrigens, ich bin nicht eine alte verknöcherte Frau, die alles moderne ignoriert. Ich bin mit meinen noch jungen Kinder und 5 Enkelkindern das, was man als Rollenbild (Engl. Role model) einer jungen, modernen Oma bezeichnen kann. Ich bin offen für alles moderne und junge, auch oft verrückte und habe Verständnis für moderne Sprache, Musik und Mode usw., die junge Menschen lieben, auch wenn mir selbst nicht alles gefällt. So weiß ich durchaus, dass „F…“ schon „erfolgreich“ von jungen Menschen verwendet wird, bereits zu viel.

    Ich bin sehr weltoffen, habe Jahrzehnte in einem anspruchsvollen Job in einer weltweiten Amerikanischen Firma gearbeitet und habe sowohl geschäftlich als auch privat viele Länder, Menschen, Sprachen und Kulturen kennengelernt.

    Gerade das macht mich sensible dafür, das man als Unternehmen und besonders beim Auftritt in der Öffentlichkeit nicht die Werte einer guten Sprache zum Zweck der Profitmehrung vergessen sollte. Ein Erziehungsauftrag von Firmen wird oft regelrecht ignoriert, was ich für falsch halte. Hat nicht gerade Werbung heute einen sehr großen Einfluss auf das Verhalten von Menschen, nicht nur auf das Kaufverhalten?

    So, ich werde mit meinem Kommentar sicher nicht Ihre „F…“-Kampagne aufhalten, auch wenn ich denke, dass das diese Werbung der falsche Weg ist, eine breite Masse junger Menschen anzusprechen.

    Aber vielleicht sollte auch ich umdenken und nächstes Mal, wenn ich eine Kritik anbringe, an eine Firma, Behörde o.ä. schreibe, mit dem Gruß „F…“ beginnen um IN zu sein.

    Beenden möchte ich aber zumindestens heute mein Schreiben
    mit freundlichen Grüßen

    • Fuck the diet würde ich sprichwörtlich so ins deutsche übersetzen: scheiss‘ auf die diät.

      natürlich ist das nicht der jargon, der akademikier und singles mit niveau anspricht. vor allem denke ich, dass mit der wortwahl auch männer angesprochen werden sollen. die art des spots lässt darauf schliessen, dass die zielgruppe männlich wie weiblich und im alter von 15-25 jahren ist. von daher passt es doch?!

      natürlich kann man dem ganzen ein gewisses rtl2-niveau attestieren, aber wirklich stören sollte sich heutzutage niemand mehr daran.

      ich erinnere mich zudem noch daran, als ich als kind eine auf den mund bekommen habe, wenn ich „geil“ gesagt hatte. mittlerweile findet meine oma mit knapp 80 jahren ihre neue heckenschere geil….

  3. Habe vorhin die Werbung zum 1.Mal gesehen/gehört und prompt reagiert mit „Bitte WASSSS?! Haben die grade „fuck the diet“ gesagt???
    Und wenn ja: Hä? Dachschaden? Aprilscherz? Werber auf Drogen?
    Nö also ihr Lieben von Unilever: Ich finde, dass…

    1.) …dieser Satz ganz und gar nicht zu „Du darfst“ passt. Und dass mit einer solchen Kampagne ein junges Zielpublikum angesprochen werden soll – eher unwahrscheinlich. Dafür ist die Marke zu alt(bekannt). Ausserdem: anbiedern ist bääääh…!

    2.) …fuck the diet (oder „Vergiss mal den Diätwahn“) eine ziemlich schizophrene, widersprüchliche Aussage ist, wenns um ein Diätprodukt geht, das man ja erst kaufen muss, um dann eventuell ein bisschen so tun zu können also ob man nicht Kalorien zählen würde (bis der bekiffte WG-Kollege den Du-Darfst-Käse verputzt und du ernüchtert feststellst: Ich darf nicht!).

    3.)… ihr schön blöd seid, falls ihr wirklich glaubt, wenn niemand mehr Diät halten würde, wären eure Produkte noch gefragt.

    Und dabei ist mir ehrlich gesagt völlig egal ob jetzt gefickt oder geschissen – passt nur nicht, voilà. Bleibt lieber so wie ihr wart – ihr dürft!

  4. ich gebe da Judith und den anderen recht.dem ist nichts mehr zuzufügen…eltern versuchen ihren kindern eine freundliche umgangssprache beizubringen und dan sehen oder hören sie das zufällig….naja bin einfach schockiert.
    Das muss doch nicht sein!

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