Voll verschoben – Chinas Wenchuan-Erdbeben-Museum

earthquake-memorial-museum-6
Die Provinz Sichuan, in China, wurde 2008 von einem katastrophalen Erdbeben heimgesucht, bei dem nahezu 70.000 Menschen ums Leben kamen. Das Erdbeben zählt zu den schlimmsten je dokumentierten des Landes. Da, wo sich damals das Epizentrum befand, in der Region Wenchuan, steht heute ein Museum.

Der Designer Cai Yongjie erarbeitete eine Gebäudestruktur, die die Folgen auseinandertreibender tektonischer Platten nachempfinden sollte. Aus der Vogelperspektive wirken die in die Landschaft eingegrabenen Gebäude, mit ihren begrünten Dächern, tatsächlich wie eine aufreißende Erdkruste. Dramatisch hochschießende Hauswände bestehen aus verwittertem Stahl und formen die rostig-erdigen „Risse“ in der Landschaft. Neu gepflanzte, grüne Bäume am Eingang des Museums versprühen neues Leben und werden über die Jahre und Jahrzehnte wachsen. So tritt die Architektur in Dialog mit der Umwelt. Allein der Anblick des Gebäudekomplexes lädt so zum Nachdenken und zur Reflexion ein.


image by shao feng


image by shao feng


image by cai yongjie


image by cai yongjie


image by shao feng

(via) Teaser image by cai yongjie

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen hier ein