Warum Burger King mit Stolz für einen schimmeligen, ekligen Whopper wirbt

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Foto Copyright by Burger King

Heute hat Burger King eine weltweite Werbekampagne vorgestellt, die das Engagement für den Verzicht auf künstliche Konservierungsstoffe hervorheben soll. Solche Kampagnen sind zwar anerkennenswert, bringen sie aber die erwünschte Wirkung?

Die durch eine Partnerschaft dreier Agenturen entstandene “Moldy Whopper-Kampagne” zeigt faszinierend hochauflösende Fotos und Videos eines Whoppers, der nicht von Menschen, sondern vom gierigen Schlund der Zeit selbst konsumiert wird. Mit anderen Worten: Wir sehen einen Whopper verrotten, sich im Schimmel auflösen. YUMMY!

“Wir bei Burger King glauben, dass echte Lebensmittel besser schmecken”, sagte Fernando Machado, Chief Marketing Officer von Restaurant Brands International, in der Pressemitteilung. “Deshalb arbeiten wir hart daran, Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe aus künstlichen Quellen aus den Lebensmitteln, die wir in allen Ländern der Welt servieren, zu entfernen.”

Der verschimmelte Whopper mag zwar ekelhaft aussehen, aber das Restaurant Brands International (QSR), dem Burger King gehört, wettet, dass die Kunden sich nach gesünderen, organischen Zutaten sehnen. Etwas mehr als die Hälfte der “Millennials” und 57% der Eltern der “Millennials” gaben an, dass sie jetzt mehr Bio-Produkte kaufen als fünf Jahre zuvor, so eine YouGov-Analyse vom September, die von Whole Foods in Auftrag gegeben wurde. Ein Nielsen-Bericht aus dem Jahr 2018 stellte außerdem fest, dass junge Erwachsene eher bereit sind, höhere Preise für Produkte zu zahlen, die aus natürlichen, umweltfreundlicheren Zutaten hergestellt wurden.

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Foto: Burger King

Burger King ist dabei, konservierungsmittelfreie Whoppers in den USA einzuführen und wird sie bis Ende 2020 in allen US-Restaurants servieren.

Burger King glaubt, dass verschimmelte Whopper uns dazu bringen wird, mehr Burger zu kaufen. Könnte schon sein oder?

“We believe that real food tastes better,” Restaurant Brands International Global Chief Marketing Officer Fernando Machado said in a statement. “That’s why we are working hard to remove preservatives, colors and flavors from artificial sources from the food we serve in all countries around the world.”

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1 Kommentar

  1. Oh man, vielleicht bin ich ja mittlerweile zu alt für diese Welt. Aber bei mir stößt diese Art der Werbung aus zwei Gründen bitter auf.

    Erstens habe ich einen archetypischen Ekel der tief in meinen Genen verankert ist und dafür sorgt, dass ich einen enormen Kotzreiz bekomme sobald ich auch nur etwas ähnliches wie diesen haarigen Schimmel auf einem Lebensmittel sehe.

    Zweitens zeigt doch der Film beeindruckend warum wir so viele Jahre den Mist an Konservierungsstoffen und Zusätzen in uns hineingefressen haben; Wir wollten den Verfall um jeden Preis aufhalten und haben damit billigend unsere Gesundheit aufs Spiel gesetzt.

    Dass wir lernen und versuchen jetzt bewusster zu konsumieren, Äpfel auch mit Beulen und Dellen wie aus Omas Garten leckerer finden als einen genormten verwachsten Hochglanzapfel, heißt lange nicht, dass wir einen schimmeligen Burger sehen wollen um zu glauben, dass sich die Qualität der Burger bei Burgerking verbessert hat.

    Auf mich wirkt diese Werbung daher eher so: Schaut mal, dass passiert wenn wir die Zusatzstoffe weglassen. Wollt ihr das?

    Mir würde reichen, wenn Burgerking einfach sein Konzept ändern und bewusster im Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen umgehen würde.

    Glaubt mir, ich würde das, wie die meisten Menschen wahrnehmen, ich muss mir dazu keinen schimmeligen Burger ala „hast du am Freitag wieder dein Pausenbrot im Schulranzen vergessen?“ in 4K sehen. Das hab ich in meiner Kindheit oft genug in echt gesehen und an meinem Ekel hat sich trotz bewussterem Umgang mit Lebensmitteln und deren Konsum nichts verändert.

    Was wollt ihr also mit dem Schimmelburger erreichen? Ich weiß jetzt ihr benutzt keine Konservierungsstoffe. Leider weiß ich jetzt auch, wie es sich anfühlt euren Burger verschimmelt zu sehen und das macht keine Lust einen zu essen.

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