Warum die SPD den Netzsperren schon fast zustimmen muss

Verschiedenes - 17. Jun. 2009 von Andreas // 19 Kommentare

Warum die SPD den Netzsperren schon fast zustimmen muss - mspd

Ich erlaube mir mal den KlonBlog, welcher ja hauptsächlich Design jeglicher Art vorstellt, auch mal für meine persönliche Meinung bezüglich der aktuellen Diskussion zum Anti-Kinderpornographiegesetz zu nutzen.

Vorab, ich bin wahrlich kein Fan der SPD. Trotzdem denke ich muss man in dieser Sache die Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive sehen! Denn aus politischer Sicht kann die SPD kaum anders, als das Anti-Kinderpornographiegesetz nicht weiter zu blockieren.

Ich vergleiche das gerne mit dem Thema Mindestlohn. Dieser hört sich auf den „ersten Blick“ super an und die meisten sind direkt dafür. Um sie jedoch vom Gegenteil zu überzeugen und zu erklären, dass sie dadurch womöglich ihren Arbeitsplatz verlieren und warum, das ist nicht mal schnell in einem Satz und einer Aussage getan.

Moral vs. Stimmenfang

Und ich denke hier ist es ähnlich. Auch wenn Teile der SPD strikt gegen dieses Gesetz waren und es aus Überzeugung immer noch sind, der politische Schaden wäre womöglich zu gross, vor allem in diesem Jahr und in der Situation, in der die SPD zurzeit ist. Denn man müsste den Wählern gründlichst und ausführlichst erklären, warum man nun gegen dieses offiziell gesehen Anti-Pornographiegesetz ist. Und da sich „Anti-Pornographiegesetz“ auch erstmal super anhört, wie der Mindestlohn, bräuchte es eine Menge Überzeugungsarbeit, um die Bevölkerung vom Gegenteil zu überzeugen. Und es müssten dahingehend wohl zu viele politische Kräfte sortiert werden, als eigentlich zurzeit aufwendbar sind.

Denn man darf auch eines nicht vergessen: Wir befinden uns in einer der grössten Wirtschaftskrisen aller Zeiten und es gibt noch andere, wohl weit wichtigere Themen zurzeit, als dieses Gesetz … auch wenn das in der „Zensurla“-Diskussion oftmals vergessen wurde.

Und auch wenn die SPD dadurch vielleicht einige der 130.000 Petitionsunterzeichner vergrault, insgesamt ist dies faktisch immer noch eine Minderheit und man würde womöglich deutlich mehr Wähler vergraulen, wenn man sich öffentlich diesem Gesetzt entschieden entgegen stellt, und die Gründe dafür nicht richtig kommuniziert. Und das waren sicherlich auch die Hauptgründe, warum auf dem SPD-Bundesparteitag das Thema nicht zur Sprache kam. Eben weil es auch ein Thema ist, was die Boulevardmedien nicht verstehen aber trotzdem grosse Stimmungsmache betreiben.

Gefahr einer Anti-Anti-Pornographiekampagne

Und eines darf man wiederum nicht vergessen: Die SPD hat sich wenigstens gegen dieses Gesetz gewehrt, nicht wie so manche andere Parteien. Das muss man ihnen zumindest zugute halten.

Und damit ist es vielleicht moralisch nicht korrekt, dieses Gesetz einfach so durchzuwinken, aber ich denke die SPD als Gesamtpartei tut gut daran, sich in diesem Wahljahr auf andere Themen zu fokussieren, sich selber rechtzeitig zu finden und geschlossen aufzutreten…!

Ich hoffe ich konnte einigermassen rüberbringen, was ich damit sagen wollte. Ich finde es auch nicht ok, dass man jetzt einfach nachgibt. Dennoch halte ich diesen Schritt für die Partei an sich und unter den gegebenen Umständen rational gesehen für richtig. Emotional ist das natürlich eine ganz andere Sache.

Und noch eine abschliessende Frage an alle, die (vielleicht zurecht) aus gegebenem Anlass umgestiegen sind auf die Piratenpartei:

Sollte man in diesen Zeiten, wo es unumgänglich ist, ökonomische Kompetenz in der Politik an den Tag zu legen, auf eine Partei setzen, die vielleicht den einen Themenbereich besser macht als alle anderen Parteien, aber aus wirtschaftspolitischer Sicht keine Erfahrung hat und mit sich bringt, und die Kompetenz diesbezüglich sehr fraglich ist?


19 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • Mike sagt:

    Klasse Artikel. Betrachtet das Thema mal aus einer etwas weiterer Entfernung und ist nicht so emotional sondern eher sachlich!

    Ja ich denke auch, auch wenn es seigentlichr traurig ist, um das Gesamtwohl der Partei zu wahren, werden sie diesem Gesetz wohl nicht weiter im Wege stehen!

    Fast schon nachvollziehbar als nicht so Internet-affiner!

  • Geartnerin sagt:

    Finde auch, einer der besseren Artikel zu diesem Thema! Obwohl ich mich nicht so fest mit der ganzen Debatte beschäftigt habe, scheint ja schon etwas dran zu sein, was nicht stimmt an dem Gesetz.

    Die zentrale Frage ist echt: Vorrang der Moral oder Vorrang der Partei. Beides scheint nur (wie so oft) schwer zu funktionieren…leider!

  • Alex sagt:

    Bin zwar nicht umgestiegen auf die Piratenpartei, eigentlich aus den Gründen die du oben genannt hast, aber meine „Favoritenpartei“ hat mich ganz schön enttäuscht.

    Es mag ja sein, dass dadurch die Partei wieder in eine Zerreisprobe fällt. Aber das muss man doch auch mal in Kauf nehmen, oder nicht?

  • Kloni sagt:

    @Alex: Ja das sollten einzelne Personen in Kauf nehmen, die moralisch davon wirklich überzeugt sind. Aber davon gibt es anscheinend nicht mehr allzu viele…!

  • Alex sagt:

    @kloni: Scheint leider so, ja. Aber einige gibt es dennoch, aber sie sind wohl jetzt vielmeher eingeknickt, als „moraliscch umgestimmt“. Und das find ich nicht ok.

  • Truly sagt:

    Ja ein schön sachlicher Artikel. Aber genau so sachlich und rational ist auch deine Schlussfolgerung … das leuchtet ja schon ein.

    Und trotzdem kann es das doch irgendwie nicht sein, dass die Parteiinteressen vor jene der Bürger komt!

  • Martin sagt:

    Erst einmal super Artikel.Schön mal eine andere Seite zu hören.
    Aber ein paar Punkte muss ich mal ansprechen.

    Ich denke das einzige was die SPD damit gezeigt hat ist,dass sie keinerlei Rückrad hat. Man hätte sich von Anfang an Sperren müssen. Man hätte als SPD geschlossen zeigen müssen das dieses Gesetz keinen Sinn hat, das Fakten gefälscht und Statistiken missbraucht wurden. Die sog. „Internet-Community“ hätte bei der Aufklärungsarbeit (so wie sie es jetzt auch tut) tatkräftig mitgeholfen.
    Und da sollte man sich als Partei schon fragen ob man lieber Stärke zeigt in dem man ganz klar „Nein“ sagt, oder Schwäche zeigt indem man nichtmal einen guten Kompromiss findet. Die Cdu/Csu sagt ja selber sie haben alle wichtigen Punkte durchbekommen…
    Und wenn das jetzt immer so weiter läuft werden noch mehr schwachsinnige oder auch „gefährliche“ Gesetze verabschiedet.
    Denn der einzige der einem einen schlechten Ruf anredet ist hier die CDU/CSU mit Totschlagargumenten und tollen Umfragen die von suggestiv Fragen nur so überquillen.
    Die Opposition steht ja auch geschlossen gegen das Gesetz. Und das aus gutem Grund und nicht nur weil sie gegen alles sind. (dazu zum Beispiel mal Herr Wunderlich bei der Netzsperren Anhörung verfolgen)

    Soweit meine Meinung dazu ;-)

    mfg
    Martin

  • Kloni sagt:

    @Martin: Ja das stimmt. Man hat es verpasst direkt von Anfang an geschlossen dahinter zu stehen. Dann wäre es einfacher gewesen als jetzt, wo es fast SPD vs. SPD und der lachende Dritte die Union ist!

  • Martin sagt:

    Ich glaube einige Punkte in deinem Artikel sind ein wenig kurzsichtig Gedacht. Ich weiss garnicht wo ich Anfangen soll damit das was ich sagen will strukturiert und verstaendlich bleibt.
    Also zum einem behauptest du das sich die SPD wenigstens gewehrt hat. Davon habe ich nichts mitbekommen, abgesehen davon das Frau Zypris sogar aus den Stoppschild zugriffen einen Generalverdacht machen will. Also wehren sieht fuer mich anders aus. (Ich weiss, das ist ein wenig polemisch verfasst, man siehe das bitte als stilistisches mittel.)
    Ich stimme dir zu das man evtl. 130000 Leute ignorieren kann, wenn es um Waehlerstimmen geht. Zumindest auf kurze Sicht. Ich stimme dir auch zu das man bei einem so komplexen Thema viel Ueberzeugungsarbeit leisten muss. Die Frage ist aber, ob die SPD mit ihren weitaus besseren moeglichkeiten der medialen Praesenz und den von den Zensurgegnern vorgebrachten Argumenten auf mittelfristige Sicht ihre Position nicht haette verbessern koennen. Denn nun erzeugt sie auf mittelfristige Sicht nur wieder das Bild, Handlanger der CDU/CSU zu sein. Und das wird eher schaden als helfen. Also ich bin der Meinung die SPD wird so oder so schaden nehmen, egal was sie nun wie genau zu dem Thema unternimmt. Aber ich bin auch der Meinung das gegen die Zensur zu stimmen die kuerzere Talfahrt wird.

    Jetzt moechte ich noch auf deinen Punkt zum Thema Wirtschaftskrise eingehen. Natuerlich haben die Piraten keine Kompetenz in der Richtung. Aber ich denke dessen sind sie sich auch bewusst. Aber ist es nicht vielleicht doch besser wenn anstatt 2 Parteien, 3 Parteien eine Koalition bilden muessen? Paar ausfuerhlichere Gedanken zu dem Thema habe ich hier gefunden:
    http://jetzt-abwaehlen.de/

    Und deine Abschlussfrage moechte ich mit einer Gegenfrage beantworten:
    Sollte man in schwierigen und harten Zeiten nicht auf Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie achten und sich dafuer einsetzen?

    Schoenen Gruss
    Martin

  • Kloni sagt:

    Ja mit dem kurzfristig hast du wohl recht. Aber es ist wirklich schwer zu sagen, wie das jetzige Verhalten sich langfristig auswirken wird und was davon wirklich dann hängen bleiben wird in den Köpfen.

    Ja gewehrt … stimmt, mehr oder weniger. Wenigstens ansatzweise Teile der Partei wie der Onlinebeirat.

    Und ich habe ja nicht geasagt, man solle die Piratenpartei nicht wählen. Klar sollte man auf „Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie achten und sich dafuer einsetzen“. Das steht wohl ausser Zweifel. Aber wie man die Ziele am besten erreicht, muss wohl jeder für sich entscheiden. Ich persönlich habe bei der Piratenpartei da grosse Zweifel!

  • raGgeD sagt:

    Die Piratenpartei behauptet ja in keinster Weise irgeneinde Wirtschaftspolitische Kompetenz zu haben, die Schwedische Piratenpartei hat in ihrer Agenda auch klipp und klar gesagt das Sie sich aus all diesen Fragen raus hält. Was auch nicht verkehrt ist, sofern nicht jemand der dies denn auch kann mit an Bord ist. Nichts desto Trotz finde ich die Diskussion um die Zensursula schlimmer als die Ökonomischen Probleme der heutigen Gesellschaft.
    Ist dir/euch überhaupt bewusst was da gerade gemacht wird. Vor einem Jahr wurde China während Olympia übelst kritisiert das sie ja die Filterung im Netz haben, und jeder Politiker sagte das darf nicht sein. Und nun, ob Superwahljahr oder nicht. Es gibt dinge die nicht sein dürfen, und jeder der nur ansatzweise ahnung von diesem Thema hat steht in der verpflichtung dies den anderen Mitzuteilen.
    Das solltest du mal in deinem Blog sagen, das die Leute es verstehen, das Sie es anderen erklären, das unsere GRUNDRECHTE in den Boden gestampft werden nur weil man grad keine politischen Kräfte in einem Wahljahr wie diesem für soetwas über hat. Was ist denn bitte unsere Politik? Nur noch ein Medienzirkus? Die Piratenpartei mag ja Wirtschaftspolitisch nicht gerade oben dabei sein, aber überleg dir mal eins, welche kompetenzen spricht du denn da gerade Parteien zu, welche es doch mit zu verschulden haben das es soweit kam, ja sicherlich kann man das jetzt nicht nur auf Deutschland beziehen. Aber jegliche Art von Kontrolle der Wirtschaft, wurde schon vor einiger Zeit verloren und nun ist wundenlecken angesagt, denn eins steht fest, zu der Zeit, in der die Wirtschaftkrise ihren Anfang nahm, waren es nicht die Piraten welche an der macht waren, diejenigen die es Waren, haben es vergeigt und um davon abzulenken, gehen sie nun auf solch ein Thema ein um weiter an der macht zu bleiben. Medienpolitisch bestimmt eine super Strategie, da hast du recht, aber ob moralisch oder nicht, die Piraten würden den Medien einen anderen Blickwinkel aufzeigen, was in der heutigen Zeit vielleicht nicht die schlechteste Alternative ist.

    mit bestem gruße :)

  • Kloni sagt:

    @raGgeD: Ja ich denke bzgl. Zensurla und Co. widersprechen sich mein Artikel und dein Kommentar ja nicht. Ich wollte es nur mal aus reiner Sicht der Partei SPD aufzeigen … dass ich es dennoch falsch finde, habe ich ja hoffentlich deutlich genug geschrieben.

    Und bzgl. der Piratenpartei kann man ja auch kaum eine objektive Aussage tätigen, ob sie diesen Bereich jetzt besser machen würden oder nicht. Man weiss es nicht.

    Dennoch denke ich nicht, dass die Wirtschaftspolitik, so wie du es sagst, zurzeit weniger wichtig ist, wie diese Thematik. Eine gute Wirtschaftspolitik schafft erst die Grundlagen, auch andere Themenbereiche anzugehen und ist somit zentral.

    Und da bleiben bei der Piratenpartei halt meine Zweifel, zumal man sich als Partei nicht einfach aus einem so zentralen Bereich der Politik, wie der Wirtschaft, raushalten kann.

    gruss zurück ;)

  • mrs.choke sagt:

    wieviel erfahrung hat denn zu guttenberg und ist nun wirtschaftsminister in den krisen? (finanz- &wirtschaftskrise)
    * fränkischen Adelsgeschlecht : ???
    *Unteroffizier der Reserve : ???
    *ein Studium der Rechts- und Politikwissenschaften, das er mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete ****(1. staatsexamen ist wie n medizinstudium… zu nix wirklich zu gebrauchen)***
    *promovierung zu Dr. iur. (summa cum laude) ***RECHTSWISSENSCHAFT***

    nun zur ÖkONOMISCHEN erfahrung:
    Ab 1994 war er in die Leitung der familieneigenen Münchener Beteiligungsgesellschaft Guttenberg GmbH eingebunden, deren Aufgabe die Verwaltung des EIGENEN Vermögens war. Später geschäftsführender Gesellschafter. Von 1996 bis 2002 gehörte er dem Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG an, von der seine Familie 26,5 % der Stammaktien hielt.

    wirkt wenig geeignet für einen wirtschaftsminister, wenn die einzigen ökonomischen erfahrungen marginal und ausschließlich zum schutz des eigenen vermögens (dienlich) waren

    da wären rational denkende/ naturwissenschaftlich studierte piraten wohl das deutlich kleinere übel in einem ministeramt

  • Andreas sagt:

    @mrs.choke –> full ack
    @Kloni
    1. Die Piraten geben noch nicht einmal vor, sie würden etwas von Wirtschaft/Ökonomie verstehen. SPD und CDU (und ihre Helfershelfer Grüne und FDP) geben aber vor, sie hätten diesbezüglich Ahnung und stürzen uns in eine nicht zu übersehende Witschaftskrise und deren Folgen(Ich werde im Juli zum ersten Mal Vater und frage mich, wie ich meinem Enkel (also dem Sohn meines Sohnes) irgendwann mal erklären soll, wieso er so unglaublich stark verschuldet. Ich erzähle ihm dann von der Abwrachprämie und kann mir wahrscheinlich das Lachen nicht verkneifen beim Versuch zu erklären, warum die Politik es damals für eine gute Sache hielt. Aber ich schweife ab …).
    Klar. Die etablierten Parteien sind nicht Schuld an der Wirtschaftskriese, aber niemand wird doch behaupten, sie hätten nicht eine gewisse Teilschuld zu tragen und zwar an allem was Politik in den letzten 15 Jahren verbrochen hat. Warum sollten also die Piraten es nicht besser machen, wenn sie so weit sind.
    2. Du (Kloni) glaubst auch nur allein, dass die Piratenpartei bei der Bundestagswahl irgendwie über die Fünf-Prozent Hürde schaffen wird (trotz meiner sicheren Stimme *g*). Das bedeutet, dass sie ihre ohnehin nicht vorhandene ökonomische Kompetenz gar nicht anwenden können. Und selbst wenn sie über fünf Prozent kämen, und selbst wenn irgendeine der arroganten etablierten Parteien – aus irgendwelchen nicht vorhandenen Gründen – sagen würde, sie würde gerne mit den Piraten in eine Regierungskoalition eintreten. Selbst wenn dieser unglaublich unwahrscheinliche Fall eintreten würde. Niemand in der Koalition würde sich bei witschaftpolitischen Fragen an einen der Piraten wenden. Niemand. Es besteht noch nicht einmal im entferntesten dieses Problem. Es ist also ganz einfach. Die Piraten müssen (zur Zeit) kein ökonomisches Programm liefern.
    So wie die Grünen als sie gegründet wurden kein wirtschaftspolitisches Programm hatten und die SPD, als sie im vorletzten Jahrhundert aus der Arbeiterbewegung entstanden ist, kein aussenpolitisches Programm hatte, so müssen die Piraten sich jetzt auch nicht mit der Wirschaft auseinandersetzen.

  • Hätte sich die SPD von vornherein gegen das Vorhaben gestellt, wäre das Thema doch gar nicht erst so stark öffentlich wahrgenommen worden, da es sowieso keine Aussicht darauf gehabt hätte, Gesetz zu werden.
    Desweiteren hätte man sich problemlos darauf berufen können, dass kein aktueller Anlass zu Internetsperren besteht, da der Kinderporno-Konsum im letzten Jahr abgenommen und nicht – wie von der CDU dargestellt – stark zugenommen hat.

  • Kloni sagt:

    @Andre Wisplinghoff: genau, das wäre wohl die einzige Möglichkeit gewesen, die Zunsur zu stoppen und keine weitere innerparteiliche Zwerreisprobe hinauf zu beschwören!

    @Andreas und mrs.choke:
    Also ich glaube sicher nicht nicht daran, dass die Piratenpartei über 5% kommt! 1% wäre scho viel.
    Und wenn sie dann so klein sind, dass sie faktisch eigentlich keine Macht bei Gesetzesabstimmungen haben, die die Wirtschaft betreffen, ja dann hätten sie doch auch keine Chance gehabt, dieses Gesetz zu stoppen. Das haben ja noch nichtmal Grüne + FDP + Linke zusammen geschafft.

    Und ich bleibe dabei, weil ich finde dass es das zentralste Thema in der Politik sein sollte, da es jeden einzelnen Bürger direkt Betrifft, Wirtschaftskompetenz unausweichlich ist, um Politik machen zu können.

    Nur immer bei einem Thema auch mal reden zu dürfen und sich einzumischen, aber sich aus den anderen Sachen heraushalten, kann doch nicht wirklich das Ziel einer Partei sein … finde ich jedenfalls!

    Aber wie gesagt, dass sind meine persönlichen Meinungen. Ich sage ja nicht, man solle sie bloss nicht wählen!
    Das darf ja zum Glück noch jeder selber entscheiden! ;)

  • Andreas sagt:

    @Kloni
    Ich sehe die Sache ja genauso wie du, nur mit dem Unterschied, dass ich eine vernünftige Wirtschaftspolitik bei der Piratenpartei nicht erwarte. Noch nicht. Wenn sie in vier oder acht Jahren so weit sind (das sie vielleicht auch nur annähernd die 5% Hürde schaffen), dann haben sie auch die vielleicht passende Wirtschaftspolitik am Start.
    Ich erwarte zur Zeit in erster Linie einen Denkzettel für die etablierten Parteien und ich würde mir wünschen, dass von der Leyen, Guttenberg und Schäuble langsam aber Sicher in ihre Grenzen gewiesen werden. Noch besser wäre es, wenn sie komplett vom politischen Parkett verschwinden würden, aber dazu sind die Strukturen innerhalb der Parteien sicherlich zu verwachsen.
    Ich wünsche mir mehr Rechte für die Bürger und eine Politik, die für die Bürger und nicht für Lobbyistenverbände gemacht wird.
    Mir geht es zur Zeit nur um Zeichen und darum, dass eventuell die zweite Garde der Parteien nach vorne tritt. Thorsten Schäfer-Gümbel, Jörg Tauss, Jochen Borchert(CDU!!!) und viele andere aus den etablierten Parteien haben mich in den letzten Tagen mehr als beeindruckt und lassen mich auf die Basis der Parteien hoffen.
    Dennoch werde ich sie nicht wählen und hoffen, dass möglichst viele Nichtwähler zur Wahl gehen und ihren Unmut auf die richtige Art und Weise äußern. Das müssen nicht die Piraten sein.
    Die Politik soll merken, dass wir Politikerverdrossenheit spüren, aber dennoch politisch sind.

    P.S.: Dein Sorge nach Forderung einer vernünftigen Wirtschaftpolitik teile ich übrigens absolut, aber bei den etalierten Parteien vermisse ich die Kompetenz ebenso wie bei den anderen. Vielleicht sollte man sich stärker einbringen *g*. Sei es wie es sei.
    Jedenfalls habe ich gestern bei dir einen neuen Blog gefunden, den ich bestimmt gerne in Zukunft lesen werde. Danke dafür!

  • Wittgenstein sagt:

    Also wenn es um „Anti-Kinderpornographiegesetz“ geht
    was haltet ihr davon.
    Zitat:
    Staatliche Anleitung zur Sexualisierung von Kleinkindern

    Wie wird das Gender Mainstreaming konkret in Kindererziehung umgesetzt? Aufschluss geben die Schriften der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (BZgA). Der Bereich Sexualaufklärung untersteht dem Familienministerium, der Rest dem Gesundheitsministerium. Die BZgA verteilt Aufklärungsschriften und Ratgeber millionenfach kostenlos im ganzen Land (über die Homepage mühelos zu bestellen). Der „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom 1. bis zum 3. Lebensjahr“ (Bestellnummer 13660100) ist eine detaillierte Anweisung zur Sexualisierung von Kleinkindern. Mütter und Väter zögern nämlich noch „von sich aus das Kind anzuregen, und äußern die Sorge, es könne ‚verdorben’ oder zu früh ‚aufgeklärt’ werden … Nach allem, was an Untersuchungen vorliegt, kann diese Sorge als überflüssig zurückgewiesen werden.“ „Das Notwendige [soll] mit dem Angenehmen verbunden [werden]“, „indem das Kind beim Saubermachen gekitzelt, gestreichelt, liebkost, an den verschiedensten Stellen geküsst wird.“(S. 16) „Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.“ (S. 27) Kindliche Erkundungen der Genitalien Erwachsener können „manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen.“ (S. 27) „Es ist ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt.“ (S. 25) Wenn Mädchen (1 – 3 Jahre!) dabei eher Gegenstände zur Hilfe nehmen, dann soll man das nicht „als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern.“ (25) Der Ratgeber fände es „erfreulich, wenn auch Väter, Großmütter, Onkel oder Kinderfrauen einen Blick in diese Informationsschrift werfen würden und sich anregen ließen – fühlen Sie sich bitte alle angesprochen!“ (S. 13)
    Im „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung vom 4. – 6. Lebensjahr“ (Bestell-Nr. 13660200) werden die Eltern darüber aufgeklärt, dass „Genitalspiele in diesem Alter Zeichen einer gut verlaufenden psychosexuellen Entwicklung sind“, dass Selbstbefriedigung unterstützt werden soll (S. 21) und alle anderen Formen von sexuellen Spielen, etwa „die Imitation des Geschlechtsaktes“ und „der Wunsch nach Rückzug in Heimlichkeit“.
    Weiter geht’s im (Pflicht?)Kindergarten. Hier ein paar Kostproben aus dem Lieder- und Notenheft „Nase, Bauch und Po“ (Bestell-Nr. 13702000):
    Wenn ich meinen Körper anschau und berühr, endeck ich immer mal, was alles an mir eigen ist …wir haben eine Scheide, denn wir sind ja Mädchen. Sie ist hier unterm Bauch, zwischen meinen Beinen. Sie ist nicht nur zum Pullern da, und wenn ich sie berühr, ja ja, dann kribbelt sie ganz fein.
    „Nein“ kannst du sagen, „Ja“ kannst du sagen, „Halt“ kannst du sagen, Oder „Noch mal genau so“, „Das mag ich nicht“, „Das gefällt mir gut.“ „Oho, mach weiter so.“ “

    Quelle:
    http://www.bzga.de

    Wenn der Vater seine kleine 2-Jährige Tochter an der Vagina streichelt heisst es nach der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ nichts böses.
    HÄÄÄH !?!
    Warum berufen sich nicht die „Phädos“ nicht auf die Bundeszentrale und die Aufklärung.
    Genauso die abartigen Priester und Pfarrer.
    Sie wollen den Kindern doch nichts böses.
    Dann könnte es heissen: Ich habe nach dem Leitfaden der Bundeszentrale für… gehandelt.

    Wenn man den Kindern zwischen 1-3 Jahren schon beibringen soll wie es funktioniert usw.
    Warum klärt man die Kinder nicht weiter auf und sagt der Weihnachtsmann ist nicht real und Gott sowieso nicht?
    Wie soll man das auch machen?
    Über was kann man sich mit dieser Altersgruppe unterhalten.
    Ich meine, deren Wortschatz reicht gerade mal für Tele Tubbies aber nicht für Aussenpolitische Diskussionen.
    Abgesehen davon was das kleine Hirn auch so verarbeiten kann.
    Die CDU und die Grünen haben nichts gegen diese so genannte Aufklärung.

    War da nicht mal sowas wie: Der Beischlaf mit einem Mädchen, die das 14 Lebensjahr nicht vollendet hat, ist strafbar. Egal ob das Mädchen zugestimmt hat oder nicht.

  • Wittgenstein sagt:

    Nachtrag:

    KRANK !!!

    Wenn nur ein solcher oder ähnlicher Punkt von, egal welcher Partei, unterstützt wird dann sollte man direkt Abstand von dieser Partei nehmen.
    Egal womit sie sonst die Wähler ködern.

    Ich kanns nicht mehr finden aber in ´87 gab es ein Offenen Brief von den Grünen über diese Thema.
    Und wie ich mich noch erinnern kann, waren sie nicht gegen diese Art „Aufklärung“.
    Die CDU war auch nicht strikt dagegen.
    Und das sind Leute die wir wählen damit sie unser Land regieren.
    Sie fällen Entscheidungen für das Volk, für UNS.
    Ist das nicht etwas komisch wie die Mehrheit denkt und wählt?

    Wenn ich mich irre dann möchte ich korrigiert werden. Danke

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