Was ist in der Werbung los? So geht man mit Lungenkrebs um

Es gibt Werbekampagnen, die kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Klar spielt man gerne mit der Provokation und manchmal befindet man sich auch auf einen schmalen Grat zwischen Ernsthaftigkeit und Ironie. Geht es aber um Themen wie Lungenkrebs, hört alles auf. Die Lung Cancer Alliance aus den USA – ausgerechnet eine Lungenkrebsvereinigung – wirbt derzeit mit diesen Motiven. Darauf sind Menschen wie du und ich abgebildet. Dazu Aussagen wie: „Hipsters deserve to die“ („Hipsters verdienen es zu sterben“). Aber was soll diese diskriminierende Werbeaktion? Was haben sich die Marketing-Leute dabei gedacht? Laughlin Constable ist die Agentur dahinter…


Sie ist verantwortlich für eine Kampagne, die gründlich schiefgelaufen ist. Nach Veröffentlichung dieser Prints auf den Straßen, sollte es eine zweite Plakatserie geben, die quasi alles mit den Worten „Niemand verdient es zu sterben“ aufklärt. Laut Adweek waren die Bürger in den USA so verärgert über die missverständlichen Motive, dass diese in der Öffentlichkeit abgerissen wurden.





(via)

4 Kommentare

  1. Wie könnt Ihr denn gestern das übern Haufen schießen einer tattrigen Oma witzig finden (um eine Jobbörse zu bewerben!) und diese Kampagne als geschmacklos beschimpfen?
    Nebenbei, ich finde beide Kampagnen schlecht – aber beide spielen mit dem Tod als ultimative Übertreibung um eine Botschaft zu verstärken. Wenn den kreativen sonst nix mehr einfällt…

  2. hi matten, da gebe ich dir teilweise recht. natürlich wurde auch im anderen spot übertrieben. aber es wird klar, dass diese übertreibung mittel zum zweck ist und auf eine witzige pointe hinausläuft..
    bei dieser kampagne hier ist der grundgedanke schon verkehrt, man benutzt diese provokativen aussagen, um überhaupt aufmerksamkeit auf sich zu lenken..leider ging das ja nach hinten los..sie führte im endeffekt zu verwirrung und wut..
    der spot hatte trotz alledem ein ziel verfolgt und erreicht..

  3. Finds jetzt nicht so Tragisch.

    Und denk eher mal an: Bevor wie fallen, fallen wir lieber auf ;)
    Und die Kampagne, auch wenn sie etwas Geschmacklos ist auf den ersten Blick, hat ihr Ziel erreicht -> Sie war in aller Munde. Und es wurde dadurch sicher nicht nur über die Werbung gesprochen sondern auch Aufmerksamkeit auf die Organisation gelenkt.

    Finds gut.

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