Weniger Lebensmittelverschwendung mit Foodsharing

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Statistiken zufolge wird bei uns ein Drittel aller Lebensmittel nicht gegessen, sondern landet im Müll. Das ist ganz schön viel. Die Webseite foodwaste.ch beschäftigt sich mit dem Thema und hat diese interessanten Infografiken dazu veröffentlicht. Demnach finden 50% der Lebensmittelverluste bereits während Produktion und Transport statt, da kann man als gutes Beispiel verformtes Obst und Gemüse anführen, wie hier beschrieben. Die anderen 50% gehen beim Konsumenten verloren, also in der Gastronomie und den Haushalten. Schlimmerweise hat das auch Folgen. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Gesellschaft und die Wirtschaft.

Aber was können wir dagegen tun? Wir können an vielen Stellen ansetzen, unser Konsumverhalten und den Umgang mit Lebensmitteln zu ändern. Eine tolle Idee ist da die Plattform Foodsharing. So eine Art Online-Tauschbörse für Lebensmittel. Dort kann man seine überschüssigen Lebensmittel verschenken, anstatt sie in den Müll zu werfen. Wer also zum Beispiel zu viel eingekauft hat, zu viel von der letzten Party über hat oder zu viel in seinem Garten geerntet hat, der kann das bei Foodsharing als sogenannten Essenskorb eintragen. Das gilt natürlich nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Händler, Produzenten, Markthallen etc.

Wer im Gegenzug auf der Suche nach Lebensmitteln ist, der kann auf einer Karte die Essenskörbe in seiner Umgebung einsehen und sich die Sachen, die er brauchen kann, einfach abholen. Wenn das funktioniert, dass da viele Leute mitmachen, dann würde wirklich weniger weggeschmissen werden! Eine weitere schöne Idee auf der Plattform ist, dass man sich mit anderen Leuten zum Kochen zusammentun kann. So kann jeder seine Zutaten mitbringen und man macht gemeinsam was daraus.

Zusätzlich ist es natürlich wichtig, dass man mal darüber nachdenkt, ob die Lebensmittel tatsächlich schon schlecht sind, bevor man sie wegschmeißt. Oft sagt ja allein das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht viel darüber aus. Zu diesem wichtigen gesundheitlichen Aspekt haben wir hier ein interessantes Interview mit einer Expertin gefunden, die zum Beispiel meint: „Erst einmal unterscheide ich, ob es sich um ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) oder ein Verbrauchsdatum auf dem Produkt handelt. Denn ein Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet, dass der Hersteller nur bis zu diesem Datum eine Garantie für die erwünschte Qualität gibt, das Lebensmittel aber länger haltbar sein kann.“ Bei allem Lebensmittelsparen darf man natürlich auch die eigene Gesundheit nicht außer Acht lassen.

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Gute Idee. Leider müssen dafür erstmal Massen mitmachen, damit es praktikabel ist. Aktuell halte ich es noch für schwierig und wenn nur in Großstädte für umsetzbar.

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