WhatsApp führt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein


WhatsApp wird weltweit von rund einer Milliarde Menschen genutzt. Dem Dienst ist es sogar zuzuschreiben, dass die wenigsten von uns überhaupt noch via SMS kommunizieren. Allerdings ist WhatsApp seit geraumer Zeit vor allem Datenschützern ein Dorn im Auge, weil Verschlüsselung für das Unternehmen ein Fremdwort zu sein scheint. „Schien“ muss man allerdings jetzt sagen. Denn wie WhatsApp wissen ließ, werden alle Nachrichten, die mit dem Dienst verschickt werden, ab sofort von Ende zu Ende verschlüsselt.

Building secure products actually makes for a safer world, (though) many people in law enforcement may not agree with that – Brian Acton, WhatsApp

Das bedeutet, dass niemand deine Messages mitlesen, deine Gespräche mithören oder deine Bilder und anderen Inhalte, die du so verschickst, anschauen kann. Selbst wenn deine SIM-Karte geklaut werden würde, hat der Langfinger keinen Zugriff auf deine Chat-Verläufe. Möglich ist dies durch die neuen Sicherheitsnummern, die für jeden Chat neu vergeben werden. Diese Nummer ist für die jeweiligen Gesprächspartner ersichtlich. Sollte sich nun jemand mit einem neuen Gerät in das Gespräch einklinken, dann werden die anderen Teilnehmer darüber informiert – selbst wenn der Neue mit einer bereits bekannten Telefonnummer bei WhatsApp angemeldet ist.

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Die Verschlüsselung wird mit dem Update zur neusten Version von WhatsApp eingeführt, ist für alle Geräte gültig und kann auch nicht abgeschaltet werden. Umgedreht bedeutet das allerdings, dass ein Gespräch nicht verschlüsselt wird, wenn einer der Teilnehmer noch nicht die neueste Version hat. Dank der Verschlüsselung können übrigens selbst Mitarbeiter von WhatsApp nicht auf deine Nachrichten, Fotos und anderen Inhalte zugreifen. Sollte also mal das FBI beim Unternehmen anklopfen und Einlass in einen Chat-Verlauf fordern – wie es ja so ähnlich vor kurzem erst bei Apple geschehen ist –, dann kann der Behörde niemand helfen.

Fotos Copyright: Soze Soze & 10 FACE / Shutterstock.com

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