Wie eine Kleinstadt innerhalb von Minuten seine Schulden abbaut

Eine kleine nette Geschichte, die ich drüben bei Cultstyles eben gelesen habe, die vielleicht nicht ganz in das Blogthema hier passt, aber die ich euch trotzdem nicht vorenthalten wollte.

Es ist August: eine kleine Stadt an der Riviera, Hauptsaison, aber es regnet, die Stadt ist leer. Alle haben Schulden und leben auf Kredit. Zum Glück betritt ein reicher Russe eines der Hotels.

Der Russe will ein Zimmer, legt 500 Euro auf den Tisch und geht, um sich das Zimmer ansehen.

Der Hotelchef nimmt das Geld und rennt zum Metzger, um seine Schulden zu begleichen.

Dieser nimmt die Banknote und rennt zum Schweinezüchter, um seine Schulden zu regulieren.

Dieser nimmt die 500 Euro und rennt zum Futterlieferanten, um seine Schulden zu reduzieren.

Dieser nimmt das Geld und gibt es der Prostituierten, bei der er laufend auf Kredit war.

Die Prostituierte nimmt das Geld und rennt zum Hotelchef, um ihre Schulden für das Stundenzimmer zu begleichen.

Genau in diesem Moment kommt der Russe zurück, sagt, das Zimmer gefalle ihm nicht, nimmt seine 500 Euro zurück und verlässt die Stadt.

Fazit:
Niemand hat etwas verdient, aber die ganze Stadt hat keine Schulden mehr und schaut plötzlich wieder völlig optimistisch in die Zukunft.

Und jetzt darf über mögliche Haken und realwirtschaftliche Relevanz der Story philosophiert werden! ;)

(Bild via B℮n)

15 Kommentare

  1. Haha ja nicht schecht. Und die Moral der Geschicht: Schulden sind wie Dominosteine … nur einer muss halt eben den ersten Stein umschubsen?! ;)

  2. Imho ist das doch nur ein zinsloser Kurzzeitkredit (gibt es das überhaupt). Letztendlich hat der Schweinezüchter ja auch nur seine Schuld reduziert. Irgendeiner ist doch in der Kette immer der Arsch der auf seinen Schulden sitzen bleiben wird.

    • Der Schweinezüchter hätte ja auch mit den 500 seine gesamten Schulden zurückzahlen können. Ist ja nur ein Beispiel, dass er eben etwas mehr als die 500 als Schulden hat. Vielleicht noch den Rest bei dem Friseur um die Ecke, der wiederum beim Gemüsehändler, usw.

  3. Super Geschichte!
    Finde ich echt top! Und da sieht man mal wieder, die ganzen Schulden in der Welt sind einfach nur optional und ein gegenseitiges Streßmachen.

    Beste Grüße

  4. Im Prinzip geht es doch darum Geld in Umlauf zu bringen. Um ein realwirtschaftliches Beispiel zum Anfang der Krise zu nehmen:
    Die BRD nimmt Schulden auf, pumpt Geld in die Wirtschaft, die Menschen geben Geld aus, da Sie alles positiver sehen, der Staat bekommt Steuern auf das ausgegebene Geld und zahlt „einen Teil“ der Schulden wieder zurück.
    Der Rest wird heute eingespart ;)

  5. @ Roland

    Wenn du keine Zinsen verlangst leihst du mir doch mal eben 100€, oder? Du kriegst sie auch garantiert zurück!!!

    (Die Frage ist nur wann, und was ist wenn ich sterbe? Da hättest du doch lieber Zinsen verlangt, oder? Wenigstens ein bisschen, damit das Risiko nicht so groß ist das ganze Geld zu verlieren…, Ganz nebenbei: Dank Inflation zahl ich dir in 20-30 Jahren das Geld locker zurück, sind dann ja nur noch eine Hand voll Euros, oder anders gesagt, du kannst dir für die 100 € die ich dir zurückgeb nix mehr kaufen)

    Alex

  6. wow, das hier so eine Diskussion über das Thema entbrennt habe ich nicht erwartet ;-) Ich hab zwar mit meinen Freunden zu Hause auch darüber diskutiert, aber das HIER ist enorm! Jetzt ist mir wieder bewusst, wieso ich hier regelmäßig vorbeisurfe ;-)

    liebe Grüße

    • ohja, ich bin auch positiv überrascht!! :)
      wenn man bei euch drüben kommentieren könnte, vielleicht wäre es dann ähnlich?! ;)
      (warum kann man eigentlich nicht?)

      Ahja, und ich hoffe ich durfte den Text einfach so übernehmen?! ;)

      Gruss

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen hier ein