Wir testen den Vorwerk Kobold VR200

Gadgets News - 3. Sep. 2014 von Andreas // 8 Kommentare

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Am letzten Wochenende war ich mal wieder unterwegs, diesmal ganz entspannt mit der Bahn, die natürlich sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg Verspätungen hatte. Aber egal, nutzt man die Zeit gleich für den Artikel von der Präsentation des neuen VR200.

Ich habe mich riesig gefreut, als ich von Vorwerk eingeladen wurde und erfuhr, dass es sich um den sehnsüchtig erwarteten Saugroboter VR200 handelt. In einer kleinen Gruppe wurde er uns am Samstagabend, ganz exklusiv im Vorwerk Flagship-Store an der Alster, präsentiert. Ich besitze seit ca. 4 Jahren einen Roomba iRobot 770 und habe
schon einige Erfahrung mit dieser Art Robotern. Daher hatte ich auch einige Fragen und Probleme, die ich an diesem Abend gut beantwortet bekommen habe.

Nach einer Einleitung und der Vorstellung des Teams ging es los und wir durften uns das gute Stück genauer ansehen. Zuerst ging es auf einer Küchenarbeitsfläche los, dabei wurde uns die Bedienung erklärt. Alles ist sehr einfach, intuitiv und eigentlich selbsterklärend. Es gibt einen grünen Knopf auf der Oberfläche, der zwei Mal geklickt werden möchte. Der kleine, wirklich leistungsstarke Motor, auf den das ganze Team stolz ist, fährt leise hoch und schon legt der VR200 los.

Natürlich kann man den Roboter auch programmieren und eine Uhrzeit festlegen, zu der er jeden Tag seine Arbeit beginnt. Zusätzlich kann ausgewählt werden, ob er im ECO-Modus oder im Normalmodus startet. Im ECO-Modus verwendet er etwas weniger Saugleistung und schafft dadurch natürlich mehr Fläche, damit ist er auch etwas leiser. Aber die Lautstärke finde ich bei einem Saugroboter völlig unwichtig, man sollte ja sowieso nicht zu Hause sein, wenn er in Betrieb ist.

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Über das Menü kann man die üblichen Sprachen auswählen, den eben erwähnten Timer einstellen, Datum und Uhrzeit festlegen und die Update-Funktion anwählen. Ein Staubsauger, bei dem man Updates einspielen kann? JA, so ist es. Der VR200 kann über einen USB-Stick mit Updates bespielt werden. Das Ganze wird mit einer kleinen ZIP-Datei erledigt und funktioniert mit jedem Betriebssystem. Ich hoffe sehr, dass ich meinen Roboter so bald mit einer Kindersicherung ausstatten kann, die derzeit leider noch nicht existiert. Ich habe es den Vorwerkmitarbeitern als Hausaufgabe mit auf den Weg gegeben, sich bald darum zu kümmern.

Wie ich es von meinem iRobot kenne, ist der kleine Kobold auch mit einer Spot-Funktion ausgestattet. Diese Funktion ist sehr praktisch, wenn z.B. etwas ausgekippt ist und nur diese kleine Fläche gesaugt werden soll. Einfach hinstellen, Spot-Funktion aktivieren und er saugt eine Fläche von ca. 130x150cm sehr gründlich sauber. Danach fährt er an seinen Startpunkt zurück und wartet.

Ansonsten ist das Verhalten des VR200 vollkommen anders und viel durchdachter als bei meinem bisherigen Saugroboter. Er beginnt systematischer mit der Arbeit und schafft dadurch natürlich auch viel mehr Grundfläche in der Wohnung. Im Prinzip fährt er zuerst die Außenwände ab und bearbeitet dann Bahn für Bahn den Innenbereich. Das macht er jeweils mit einer kleinen Überlappung und arbeitet damit sehr gründlich. Mein iRobot fährt wild durch die Wohnung, erwischt natürlich auch einen Großteil der Wohnfläche und ich war auch nie wirklich unzufrieden. Aber es kam durchaus schon vor, dass er Räume übersieht, nicht mehr zurück zur Station findet oder sich wieder mal irgendwo festgefahren hat.

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Für das Problem des Festfahrens gibt es beim VR200 eine geniale Neuerung. Er hat an den Rädern eine Kletterhilfe. Mit dieser Kletterhilfe kann er Hindernisse bis zu 2cm Höhe überwinden. Das bedeutet, dass er über Türschwellen fährt, höhere Teppichkanten erledigt oder z.B. den Schwingstuhl Poäng von IKEA bewältigt. Meiner hat sich da immer festgefahren. Ist kann ja nicht Sinn und Zweck sein, dass man vor jedem Robotereinsatz die Wohnung umräumen muss. Für größere Hindernisse hat der VR200 an der Vorderseite noch Ultraschallsensoren, die die Gegenstände in der Wohnung abscannen. Damit kann er nahezu berührungslos durch die Wohnung fahren.

Was ich wirklich fantastisch finde ist die Möglichkeit Räume oder Bereiche auszugrenzen. Bei vielen Saugrobotern macht man das mit Lichtschranken. Diese sehen nicht schön aus und außerdem müssen sie mit Batterien bestückt werden. Unnötig, wie Vorwerk seit der ersten Version zeigt. Hier arbeitet man mit Magnetbändern, die man z.B. unter Teppiche legen kann oder auf die Türschwelle klebt. Leider sind diese Magnetbänder nur in einem wirklich unschönen Braunton erhältlich. Man kann es wohl bemalen, aber warum gibt es das nicht gleich noch in schwarz, silbern und weiß? Wirklich komisch, wie ich finde. Für die meisten Wohnungen sollten die beigelegten 4m Band ausreichen. Ansonsten kosten weitere 4m ca. 15 €.

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Eine weitere Neuerung beim VR200 ist die Fernbedienung zum Starten und Steuern. Hat man von seiner Couch aus Schmutz auf dem Fußboden entdeckt, lässt man seinen Roboter einfach hinfahren und die Sache erledigen. Was will man mehr? Gerade für ältere Leute, die sonst mit dem Krückstock oder mit einem anderen Gegenstand den VR100 aktiviert haben, ist das ein schönes Feature.

Kinder können übrigens nicht auf den Vorwerk-Robotern durch die Wohnung fahren. Bei meinem iRobot geht das noch, wie man auch in einigen Videos bei Youtube sehen kann. Kinder, Katzen, Hunde… alle kutschieren damit durch die Wohnung. Vorwerk hat auf dem Roboter einen Navigationssensor verbaut, der nicht verstellt werden darf, ansonsten fährt er halt nicht.

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Wir haben von Vorwerk einen VR200 zur Verfügung gestellt bekommen. In einem Haushalt, in dem zwei Erwachsene, zwei Kinder und zwei Katzen leben, werden alle Vor- und Nachteile des VR200 ans Licht gebracht. Es wird also noch ein Update zu diesem Artikel mit unseren Erfahrungswerten geben. Aber der erste Eindruck ist mehr als zufriedenstellend. Ich denke wir können große Freunde werden.

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Hier noch ein kleines Video das vom Blogger Blogtogo.de eingestellt wurde.

Fotos Copyright by KlonBlog.com & Vorwerk


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