World Water Day: Irreführende Wasserspar-Kampagne

Print - 4. Jul. 2012 von Carina // 7 Kommentare

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Für den World Water Day  2012 (22. März) wurden diese Prints entworfen. Die Idee ist meiner Meinung nach sehr gut. Leider ist in der Umsetzung ein kleiner Denkfehler enthalten. Die Kernaussage soll ja sein, dass wir bewußt mit unseren Wasser umgehen sollen. Für jeden verschenkten Tropfen wären z.B. Kinder aus Afrika froh. Aber auch auf die Auswirkungen auf Flora und Fauna soll aufmerksam gemacht werden. Soweit so gut. Warum sehen wir dann aber einen laufenden Wasserhahn, der das Abwasser direkt in den Mund von einen durstigen und abgemagerten Kind pumpt?! „Think about what you could save when you save water“ – ein wunderbar verkehrter Claim. Denn: soll Wasser gespart werden, müßte der Wasserhahn doch abgedreht sein. Doch dann würde das Kind verdursten (mal abgesehen davon, dass es in diesen Augenblick Abwasser trinken würde). Haben wir einfach nur einen Hitzeschlag oder versteht jemand diese Kampagne?

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(via)


7 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • Jonas sagt:

    Ich verstehe die Aussage der Plakate so, dass das Wasser „durch“ die, die es brauchen vorbei geleitet wird. Es sprudelt nicht durch den Körper oder durch die Rinde, sondern es bleibt in den Rohren. Aber dennoch habt ihr Recht, einfach zu verstehen ist es nicht – aber mit der Aussage mit dem durchleiten gibt es zumindest Sinn dass die Wasserhähne laufen.

  • Ylloh sagt:

    Ich sehe kein Kind, keinen Löwen, keinen Baum nur eine Wand, wo diese nicht (mehr) sind…

  • Mel sagt:

    Die Idee ansich ist nicht schlecht, aber ich denke, um mehr Leute damit richtig zu erreichen müsste die Bilder ergreifender umgesetzt werden. So bliebe das ganze mehr in Erinnerung.

  • In der Tat etwas daneben. Entgegen meiner Vorrednerin bin ich nicht der Meinung das diese Kampagne „ergreifender“ umgesetzt werden muss. Wir haben schon genug groß plakatierte, traurige Kinderaugen in den Städten. Es ist auch nicht so dass es an Spenden fehlt… bewusster Umgang mit unseren Ressourcen gehört schon in der Grundschule vermittelt.

    Wenn schon eine Kampagne, dann bitte in die Chef-Etagen der internationalen Großkonzerne, Banken, Versorgungsbetriebe und in die Parlamente.

  • Tobias Mandelartz sagt:

    Hier in Berlin und auch anderswo in Deutschland werden jedes Jahr -zig Millionen verschleudert, weil wir mittlerweile Weltmeister im Wassersparen sind. Würde man nur noch so viel Wasser aus dem Grundwasser pumpen, wie die Menschen auch tatsächlich verbrauchen, dann wäre der Pegel des Grundwassers so hoch, dass sämtliche Keller in Berlin komplett überflutet wären. was tut man also? Pumpt das Wasser hoch, klärt es und gießt es im berliner Umland irgendwo in einen Fluss. NOCH mehr Wassersparen würde kein Kind und keinen Baum retten, leider….

    • Leider muss ich Tobais recht geben… hier bei uns in Süddeutschland werden regelmäßig Kanäle mit Frischwasser geflutet, weil sie für einen viel größeren Verbrauch ausgelegt sind. Diese Spülungen sind notwendig um Ablagerungen vorzubeugen und die Wasserqualität aufrecht zu erhalten.

      Natürlich wird das dem Endkunden in Rechnung gestellt… bedeutet: Ein höherer Wasserverbrauch könnte unter Umständen geringere Kosten für den Endkunde bedeuten.

      Zudem leiden wir hier nicht unter Wasserknappheit, ganz im Gegenteil. Die Nutzung von Ressourcen ist nun mal regional zu betrachten.

  • Benny sagt:

    Also ich versteh die Aussage, es heißt ja „think about“, also im Sinne von sich vorstellen, das heißt das Wasser das man spart könnte zum Beispiel einen Baum bewässern. Also das Wasser das man den Abfluss herunterkippt.

    Eigentlich ganz logisch! Und vor allem schick gemacht! Daumen hoch!

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