„Würger King“ – Wie RTL Misstände bei Burger King aufdeckt

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Ich weiß nicht, ob ihr es gestern auch gesehen habt. Auf RTL zeigte Enthüllungs-Journalist Günter Wallraff mit Team Wallraff“ eine Reportage über die Fastfood-Kette Burger King. Neben fragwürdigen Arbeitsverträgen und anderen Kuriositäten fand ich den Umgang mit den Lebensmitteln extrem unglaublich. Die Haltbarkeitsanzeigen für Salate und Fleisch wurden bewusst um mehrere Tage verlängert, um Kosten einzusparen. So wie auch bei zig anderen Dingen. Dabei waren es keine Stichproben, sondern man schleuste vermeintliche Arbeitskräfte in gleich mehrere Filialen der Yi-Ko Holding GmbH (Franchise-Partner in Deutschland) ein. Parallel wurden Proben aus den Filialen von Experten untersucht und was man da alles gefunden hat, ist echt nicht mehr feierlich. Leider wollte sich niemand von Burger King vor der Veröffentlichung des Beitrags dazu äußern. So ließ der Shitstorm auf Facebook nicht lange auf sich warten…


Mich interessiert ja auch mal, ob sich dieser Shitstorm auch auf die „Gefällt-mir“ Angaben auswirkt. Beim Schreiben des Artikels hatte Burger King Deutschland noch 654.857 Fans. Aber im Moment ist auf der Seite die Hölle los. Schon fast im Sekundentakt kommen neue Kommentare dazu.

„Endlich keine Warteschlangen mehr bei BK“

„Dieser Laden sieht mich nie wieder. Ekelhaft“

„Jeder der jetzt noch zu Burger King geht ist entweder Masochist, unbelehrbar oder Ignorant!!“

„Ihr solltet alle eure Chef-Posten abgeben und zur Hölle fahren, widerliches Pack!“

„Stellt euch endlich den Kunden“

UPDATE

Erste Stellungnahme von Burger King Deutschland:
„Die Vorwürfe aus diesem Beitrag sind sehr beunruhigend, weswegen diese Angelegenheit für uns von höchster Bedeutung ist und wir diese mit absoluter Dringlichkeit bearbeiten. Wir können Euch versichern, dass die dargestellten Handlungen eine Verletzung unserer Unternehmenswerte darstellen und jeglichen Verpflichtungen widersprechen, denen wir uns im Bezug auf Lebensmittelsicherheit und Produktqualität in unseren Restaurants verschrieben haben. Wir haben keinerlei Toleranz oder Akzeptanz für Handlungen, die das langjährige Vertrauen unserer Gäste – also von Euch – und den Ruf, den wir über die vergangenen Jahrzehnten aufgebaut haben, untergraben. Vor diesem Hintergrund stehen diese Handlungen weder stellvertretend für die Werte und Standards der Burger King Corporation noch spiegeln sie das Verhalten und das Engagement unserer Franchisenehmer rund um den Globus wider. Wir arbeiten bereits daran, mit diesem Franchisenehmer einen Aktionsplan zu entwickeln und zu implementieren, um solche Handlungen zukünftig zu unterbinden. Denn auch in Zukunft ist es uns das wichtigste Anliegen, unseren Gästen qualitativ hochwertige Produkte in einer sicheren und sauberen Umgebung zu bieten.“

5 Kommentare

  1. Super stellungsnahme…wahrscheinlich kommen diese Anweisungen von ganz oben um kosten zu sparen.Und im nachhinein hat man nichts gewusst.

    Diese fälle sind ja mittlerweile ein generäles problem in der Lebensmittel Branche, alle paar Wochen kommt ein neuer Skandal…

    • Ganz genau, aktuell Jamie Olivers Metzgerei. Der Mann mit dem „gesund Essen für Kinder Image“ musste seine Barbecoa-Metzgerei vorübergehend wegen erheblichter Mängel schliessen. Betrifft uns in Deutschland nicht, aber jedes noch so kernige Sauberimage scheint auch ein wenig Dreck am Stecken zu haben. Schade eigentlich.

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