Yuichi Ikehata lässt mit seinen Skulpturen Erinnerungen verblassen

Je nachdem, aus welchem Material sie besteht, braucht eine Skulptur ein Gerüst. Bei Lehm und Pappmaché ist dieses meist aus Draht und verbirgt sich unsichtbar unter der Hülle. Nicht so jedoch beim japanischen Künstler Yuichi Ikehata. Der gestaltet seine menschenähnlichen Objekte absichtlich so, dass das darunterliegende Metall deutlich zu sehen ist. So erwecken die Skulpturen nämlich den Eindruck, künstliche Menschen zu zeigen.

Insgesamt sind die Werke von Ikehata recht gruselig anzusehen: Die unglaublich realistisch dargestellten Gesichter haben meist einen verängstigten Ausdruck, Haut ist bei ihm selten rosa, sondern vielmehr grau und unwirklich. Der Japaner möchte mit seinen Skulpturen die Flüchtigkeit von Erinnerungen nachempfinden. Oftmals gehen in unseren Gehirnen Details verloren, wodurch dann Lücken entstehen. Deshalb trägt die Serie auch den Titel „Fragment of Long Term Memory“. Auf Instagram kannst du dir immer die neuesten Ergebnisse aus Ikehatas Werkstatt anschauen.







Copyright by Yuichi Ikehata (via)

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